Der Abdruck des Krieges

13. September 2014 – 22. Februar 2015

Der Erste Weltkrieg prägte J. F. Willumsen tief. In den Jahren 1915–1918 schuf er eine Reihe von Grafiken, die sich deutlich von seinem übrigen künstlerischen Schaffen unterschieden. Willumsens großformatige Leinwände wichen kleineren Formaten, in denen er die schockierende Brutalität des Ersten Weltkriegs in einer ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Welt darstellte. Obwohl die Grafiken vor fast 100 Jahren entstanden, wirken sie noch immer erschreckend aktuell.

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Die Ausstellung präsentiert diese Werke im Dialog mit Schwarz-Weiß-Fotografien des preisgekrönten dänischen Pressefotografen Jan Grarup aus den Krisengebieten der Welt. Trotz unterschiedlicher Bildungsniveaus, Medien und Zeiträume lässt sich in ihren Eindrücken und Spuren des Krieges eine gemeinsame Sprache erkennen. Die Ausstellung untersucht, wie Kriegsbilder Bedeutung erzeugen und ob es eine spezifische Ikonografie des Leidens gibt, die über Zeit und Medien hinausreicht.

Wir leben in einer visuellen Kultur und werden täglich über Fernsehen und digitale Medien mit flüchtigen Bildern aus den Kriegen und Konflikten der Welt bombardiert. Mit der Ausstellung möchten wir einen Rahmen für die Auseinandersetzung mit den Spuren des Krieges in der bildenden Kunst und der Pressefotografie schaffen. Die Bilder von JF Willumsen und Jan Grarup vermitteln die Brutalität und das Leid des Krieges in einer ästhetischen Ausdrucksform, die uns die menschlichen Kosten näherbringt. Wir sind seit über zehn Jahren eine kriegführende Nation, und auch wenn die Kampfhandlungen außerhalb unseres Blickfelds, fernab der dänischen Grenzen, stattgefunden haben, entbindet uns dies nicht von der Pflicht, über unsere Rolle und Verantwortung nachzudenken.

Die Ausstellung wird unterstützt von: Augustinus Foundation und Knud Højgaards Foundation.

Die Ausstellung enthält verstörende Bilder und ist nicht für Kinder unter 12 Jahren geeignet.